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Unsere Kinder sollten unsere größten Fans sein

Erziehungsstil. Will sie jetzt wirklich darüber sprechen? Autoritär, antiautoritär, laissez-faire oder egalitär. Ich komme mir immer komisch vor so etwas zu lesen und auch über das Thema in Elterndiskussionen mit hereingezogen zu werden behagt mir so gar nicht. Was mich letztens dann aber doch bewegt hat darüber nachzudenken: Haben wir einen Erziehungsstil? Wenn ja, welchen? Oft schon wurde ich gefragt, was wir anders machen oder wie es mit drei Kindern läuft? Wenn ich darauf antworten würde ich weiß es nicht, stimmt das wohl. Denn über einen gewissen Erziehungsstil haben wir nie Diskussionen gehabt. Wir wussten die Liebe, die von Anfang an so groß war, wird ausreichen um respektvoll und enthusiastisch mit unserem Kind in die Zukunft zu starten. Kompromisse statt ständiger Reglementierung. Das ist meist mein kleines Zauberkunststück. Auch bei uns gibt es ab und zu die kleinen Ausbrüche wie , "Ich will nicht nicht ins Bett und noch mit die Küche aufräumen", noch ein drittes Buch lesen oder einfach einen Kuschelabend auf der Couch machen. Ja und meistens denke ich, ja du ehrlich gesagt würde ich auch gern mit dir bis in die Puppen weiter aus dem Fenster schauen und die Sterne beobachten. Mit dir zu „The Taste“ und „Kids Baking Championship“ die besten Rezepte für die nächste Woche diskutieren oder dir die Teller aus dem Geschirrspüler rüberreichen und mit dir dabei das 20. Hörbuch hören. Denn alles macht zusammen mehr Spaß, aber ich bin nicht nur deine beste Freundin (noch), sondern vor allem deine Mama. Der nächste und für mich wichtigste Punkt im Hause Quatschbanane? Sprechen!!! Wir besprechen ALLES. Ich mache oft den Erklärbär. Warum geht dies, aber dann doch nicht das. Ich glaube das viele Lesen, in die Augen gucken wenn man miteinander spricht, sich Zeit nehmen, das Handy weglegen, da sein, zuhören und nicht nur mit dem halben Ohr oder sich auf witzige und auch irrsinnige Diskussionen einlassen (natürlich sind manche Themen für uns ein alter Schuh, aber doch nicht für unsere Kleinmenschen). Manchmal erwische auch ich mich dabei abzudriften, beim Spazieren oder im Supermarkt nicht aufgepasst zu haben und dann bekomme ich die Quittung. Mama das hab ich dir doch erzählt!!! (Ahhhh Mist). Wir sollten uns immer wieder daran erinnern, dass unsere Kinder uns etwas erzählen, um uns teilhaben zu lassen und unsere Aufmerksamkeit zu erhalten. Wollen wir das von unseren Mitmenschen nicht auch? Bei uns geht es auch sehr streng in manchen Dingen zu, würden Andere behaupten, aber für mich sind es eher feste Routinen und die müssen einfach funktionieren mit drei Kindern. Abends 19.00 Uhr (plus minus halbe Stunde) gibt es Abendbrot, danach wird sich, mal mit mal ohne Hilfe, bettfertig gemacht und jeden Abend gibt es ein Buch, seit nun fast sieben Jahren. Die Routinen haben sich seit der Geburt gebildet und führen uns mit Sicherheit durch den Tag. Dazu gehört für uns auch Vieles anzukündigen, z.B. sage ich ein Paar Tage vorher schon „wir müssen zum Kinderarzt.“ Am Abend davor noch einmal und so ist das Ding geritzt. Eventuelle Ängste, Fragen oder Sonstiges bricht nicht in Verzweiflung der abrupten Situation aus mit Wutanfällen oder Heulkrämpfen, sondern alle sind entspannt. Außer Mama wechselt doch noch 2x die Schuhe und wir sind wieder zwanzig Minuten zu spät dran.

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Kommentare: 3
  • #1

    Julia (Sonntag, 19 November 2017 23:47)

    Zuerst möchte ich sagen, dass ich ein riesen Fan von dir und euch bin! Und dass du nun auch deine Gedanken nieder schreibst finde ich ganz toll!! :-)

    Dann möchte ich sagen, dass ich deinen Umgang mit euren kleinen und deine Erziehung ganz wunderbar finde! Ich hoffe und wünsche mir dass ich selber auch mal eine so tolle Mama werde, wie du es eine bist.

  • #2

    kind.und.kegel (Montag, 20 November 2017 21:27)

    So mega sympathisch ��� find mich ganz oft wieder, in deinem "Erziehungsstil".

  • #3

    Madeleine (Montag, 20 November 2017 21:57)

    Ein wunderbarer Text. Ich finde den Umgang mit den Kindern ganz toll, ihr macht das wirklich super. Aufmerksamkeit ist so wichtig denn selbst die kleinsten merken wenn man zum Beispiel nur mit dem Handy beschäftigt ist. Finde übrigens ganz toll das du auch einen Blog hast. Liebe Grüße

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